Schreiben

10 Fragen für den Liebster Award

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liebster

Simone Harland, die das schöne Blog „Geboren in den Sechzigern“ veröffentlicht, hat mein Blog für den Liebster Award nominiert. Ich bin eingeladen, ihre zehn Fragen zu beantworten und zehn neue Fragen an andere BloggerInnen zu stellen. 
Ich beantworte gerne Simones Fragen, denn Simones Fragen treffen ins Schwarze. Sie veröffentlicht regelmäßig lesenswerte Interviews. Die Frau weiß, was sie wissen will. Deshalb denke ich mir auch gar keine neuen Fragen aus.
Wer auch auf Simones Fragen antworten mag und ein Blog hat, ist hiermit feierlich nominiert!

Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ehrlich gesagt war das eine Laune. Eine Freundin war ganz begeistert – das Onlineportal Brigitte woman.de suche Bloggerinnen. Ob ich mich nicht bewerben wolle? Ich fand das witzig und habe mich kurz entschlossen beworben. Als Brigitte woman dann das Blog-Portal einstellte, bin ich privat dabei geblieben.

Hast du ein Thema, eine Zielgruppe oder schreibst du, was dir so einfällt?

Für Brigitte woman habe ich das „Tagebuch eines Sensibelchens“ gebloggt. Das fand ich ausgesprochen praktisch. Wenn ich mich im Alltag aufregte, konnte ich es gleich als Text im Blog verbraten. Es hatte einen wunderbaren Nebeneffekt: Je öfter ich meine Aufreger aufschrieb, desto mehr Distanz bekam ich zu diesen alltäglichen Szenen. Ich musste über mich selbst lachen und schließlich bin ich sogar sehr interessiert herumgelaufen, wer mich denn nun heute wieder ärgern will… Blöde Vorkommnisse wurden zu Material. Sehr schön. Kann ich nur empfehlen. Es verändert die Sicht auf die Dinge ganz ungemein. 🙂

Liest du selbst Blogs?

Ja, natürlich. Ich bin immer interessiert an guten Texten.

Wovon lässt du dich inspirieren?

Durch den Alltag, ganz klar. Manchmal sind es auch Wortfetzen oder Gespräche. Oft sind es Begegnungen mit Menschen.

Gibt es Themen, über die du lieber schreibst als über andere?

Ich blogge gern über Dinge, die mich aufregen, die mich berühren oder für mich in der Luft liegen. Ob ein gutes Buch, Alltagsszenen, Gefühle, Gesundheit, interessante Projekte, hilfreiche Utensilien, bis hin zu merkwürdigen TV-Sendungen.

Wirbst du in irgendeiner Form für dein Blog?

Ich poste auf Facebook und Google+. Und ich habe gerade an meiner ersten Blogparade teilgenommen.

Was ist dein Blog für dich? Eine Spielwiese, eine Möglichkeit, deine Gedanken aufzuschreiben oder was ganz anderes?

Über diese Frage, liebe Simone, musste ich lange nachdenken. Und ich glaube, es ist mehr oder weniger meine unbefangene Stimme. Ich schreibe an meinem dritten Buch. Eines ist veröffentlicht, eines in der berühmten Schublade und zur Zeit raufe ich mir die Haare über dem dritten. Bloggen ist das andere, das leichte, das mir so zufällt. Es macht Spaß. Ich habe eine Idee, schreibe, lese, korrigiere, schreibe wieder, speichere – und zack! Veröffentlicht! Das ist doch schön!

Kannst du dir ein Leben ohne Schreiben vorstellen?

Nein. Ich habe es mal versucht. Es war nicht auszuhalten. Das Leben war grau, öd und leer. Die ganze Kiste. Ich war selbst überrascht.

Welches Buch liest du im Moment?

Ha! Du wirst es nicht glauben: „Füße gut, alles gut“ – für eine Rezension. Wenn das mal nicht nützlich ist! Und demnächst kommen die „Faszien“ dran. Freu dich drauf!

Woran schreibst du im Moment?

An einem unglaublich klugen, tiefsinnigen und gleichermaßen witzigen Erfolgsroman. Der Roman weiß es nur noch nicht.

Buchtipp: Mein Leben als Torte – von Andrea Behnke

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Heute stelle ich Ihnen einen kleinen feinen Schreibratgeber vor, in dessen Titel ich mich regelrecht verliebt habe. Ich habe ihn, seit ich ihn vor ein paar Monaten das erste Mal gehört habe, nie vergessen. Mein Leben als Torte hört sich so ungemein appetitlich an – mein Leben als Sahneschnitte … 🙂

9783769821086Der Ratgeber für das Einsteigen in das autobiografische Schreiben ist tatsächlich klein. 15,5 x 10, 3 cm, schön handlich mit hübschen abgerundeten Ecken. Er passt praktisch in jede Handtasche und enthält 52 Impulse und Praxistipps für die 52 Wochen im Jahr. Haben Sie schon einmal daran gedacht, Ihr Leben in Frisuren aufzuteilen? Wie wäre es, aus Ihrem Namen ein Gedicht zu machen? Üben Sie den „wandernden Blick“ oder versetzen Sie sich in geheime Orte. Die Schreibübungen eröffnen spielerisch den Weg zur eigenen Ausdrucksfähigkeit.

Andrea Behnke beschreibt sehr anschaulich, wie wichtig Schreiben ist. Es ist „eine gute Art, mit sich selbst in Kontakt zu kommen. Viele Fragen lassen sich schreibend klären. Schreiben macht kreativ und setzt einen Denkprozess in Gang. Und ganz nebenbei entstehen oft kleine Kunstwerke.“

Ein schönes Geschenk für junge und alte Menschen, die in das autobiografische Schreiben einsteigen wollen und erste Impulse suchen.

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Andrea Behnke: Mein Leben als Torte. Don Bosco Medien, gebundene Ausgabe, 120 Seiten, erschienen am 27. August 2014, ISBN 978-3769821086, EUR 12,95

Und hier geht es zur Seite der Autorin: www.behnke-blicke.de

Und hier zur Verlagsseite: http://www.donbosco-medien.de/titel-1-1/mein_leben_als_torte-2153/

 

 

 

Diktat-Workout

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Ich habe vor ein paar Wochen einen sehr inspirierenden Vortrag über einen Ideengarten der Autorin Christine Spindler gehört, die in Deutschland und den USA zahlreiche Bücher unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlicht hat. Es ging in ihrem Vortrag darum, wie ein kreativer Mensch seine vielen kleinen Ideen, die ihr oder ihm so den lieben langen Tag und leider oft auch nachts durch den Kopf wuseln, liebevoll hegt und pflegt und zur Blüte bringt. Wie das geht, kann Christine viel besser erklären als ich, und zwar in ihrem Vortrag, den sie dankenswerterweise zum Download in ihrem Blog zur Verfügung stellt (sie unten den Link).

Ein Hilfsmittel, seine Ideen aber überhaupt erstmal festzuhalten, bevor sie wieder das Weite suchen, hat mich dabei sofort überzeugt: Christine schlug vor, jederzeit ein handliches Diktiergerät bei sich zu tragen, praktischerweise mit einem roten Lämpchen, das während der Aufnahme leuchtet, so dass man auch nachts im Dunkeln gut erkennen kann, ob das Gerät wirklich aufnimmt, was man gerade angeregt hinein flüstert.

Ich war gleich einverstanden. Wer will schon bei jedem Einfall das Licht anmachen, sich und seinen Bettnachbarn vollständig wecken und unschöne Diskussionen führen? Und auch im Alltag – ich finde so ein Diktiergerät ausgesprochen praktisch. Ich muss nicht umständlich nach Stift und Papier suchen, kann mit einer Hand in die Tasche greifen, das kleine Gerät unauffällig an den Mund führen und meine Ideen sofort festhalten. Es ist kein Problem, mit der anderen Hand ein Kind neben sich her zu ziehen oder den Einkaufswagen zu schieben, ja, ich könnte sogar noch launig dabei joggen.

Noch praktischer ist, dachte ich nach Christines Vortrag – und ich fühlte mich äußerst patent mit meinem Einfall – wenn dieses Diktiergerät nicht später mir diktiert, was mir so durch den Kopf schießt, sondern direkt meinem Computer. So etwas geht prima mit einer Spracherkennungssoftware. Ich habe hier ja schon einmal davon berichtet, als meine Schulter lädiert war. Ich diktierte in ein Mikrophon, die Software setzt meine Laute in wohlgeordnete Buchstaben um und außer etwas geschwätzigen Texten habe ich keine großen Nebenwirkungen feststellen können.

Dieses Prinzip lässt sich auf ein Diktiergerät übertragen. Ich spreche hinein, schließe es später per USB an meinem Computer an, die Datei wird übertragen und die Software hält die diktierten Worte schriftlich für mich fest.

So weit die Theorie.

Ach ja.

Joggen und gleichzeitig sprechen, das ist offensichtlich nicht meins. Selbst das beste Spracherkennungssystem kann mit diesem Hecheln, diesen Zischlauten und Wortfetzen leider nichts anfangen. Und ich muss zugeben – auch mein nächtliches Geraune bereitet arge Probleme. Nehmen Sie eine meiner genialen Nachtideen der letzten Woche, frisch aufbereitet von meiner Spracherkennungssoftware:

Ein Wurm könnte auch etwas Laterne sein die sich vom Baugerüst zu Baugerüst Welt sei ist.

Welcher Wurm? Wieso Baugerüste? Und wieso hat der Wurm eine Laterne?

Ich habe nicht die leiseste Ahnung.

An der Software kann es nicht liegen. Ich benutze Dragon NaturallySpeaking 12 und wenn ich tagsüber mit dieser neuen Software klar und deutlich diktiere, passieren keine solchen Malheurs. Die neue Software ist noch weit treffsicherer und effizienter als ihre Vorgängerversion. Und diese war damals schon gut. Nein, die Software macht mir generell Freude. Es liegt an mir.  Es bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als entweder nachts laut zu reden – was ich tunlichst nicht tun werde!-, oder meine nächtlichen Ergüsse selbst vom Diktiergerät abzuschreiben. Nun gut. Will ich mal fleißig sein. Wenn mir der Wurm begegnet, kann ich ihn dann auch gleich beseitigen.

Fürs Joggen habe ich allerdings noch Hoffnung. Ich werde ein Diktat-Workout machen. Laufen… atmen … RUHIG sprechen…laufen…atmen…RUHIG sprechen…

Oder ich gehe gleich spazieren.

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Hier geht es zu Christine Spindlers Vortrag, eingestellt in ihrem Blog unter ihrem Pseudonym Tina Zang:

http://www.tinazang.net/2013/10/01/mein-ideengarten/

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Und hier zur Spracherkennungssoftware Dragon NaturallySpeaking – die Software ist jetzt auch für Windows 8 geeignet:

http://www.nuance.de/dragon/whats-new-version-12/index.htm

Buchtipp: Zehn Gebote des Schreibens

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Ich mache mich hier etwas rar in letzter Zeit. Nicht, weil ich keine Lust mehr hätte zu bloggen, sondern weil die Arbeit an meinem neuen Buch, einem  Roman, oft meine ganze freie Zeit und Kraft in Anspruch  nimmt. Es ist gar nicht die Geschichte, die ich erzählen will, die mich umtreibt, denn die habe ich jetzt. Nach einigen Irrungen und Wirrungen stand sie auf einmal ganz deutlich vor mir, breitete sich gleich unbescheiden aus und ließ keine Zweifel aufkommen, dass sie keine anderen Geschichten mehr neben sich duldet. Ich war ihr gleich verfallen, dieser pfiffigen Story. Sie hat sich in mir hübsch breit gemacht.

Aber die Art und Weise, wie sie erzählt werden will, das habe ich lange nicht verstanden. Welche Perspektive braucht sie? Wie viel Nähe zum Leser? Wie witzig will ich werden und wo hört der Spaß auf? Was ist wichtig und was Makulatur?

In solch fragwürdigen Zeiten lese ich gerne Schreibratgeber, und zwar solche, die kurz und knapp und auf den Punkt sind und in denen ich mich mit meinen Bedenken vollends wiederfinden kann. So ein Ratgeber ist „Zehn Gebote des Schreibens“, in denen erfolgreiche deutsche und internationale Schriftsteller aus dem Nähkästchen plaudern.

42 Autoren waren angehalten, ihre höchst eigenen zehn Regeln für das „richtige“ Schreiben festzuhalten. Von Margaret Atwood über Ulrike Draesner, Jonathan Franzen, Ulla Hahn, Harald Martenstein, Ingrid Noll, Sten Nadolny, Zeruya Shalev, Banana Yoshimoto oder Juli Zeh – um hier nur einige willkürlich rauszugreifen – alle haben sie sich die Mühe gemacht, das Wesentliche des Schreibens herauszustellen. Und das ist mal witzig, mal ernst und geht oft sehr tief.

Eines wird klar – gegensätzlicher könnten die Positionen gar nicht sein.  Was der eine für unerlässlich hält, ist für den anderen kompletter Mumpitz.

Und das finde ich persönlich einfach herrlich! Wie schön, dass es nicht nur den einen Weg zum Schreiben geht, sondern tatsächlich jeder seinen eigenen Pfad finden muss. Mich hat das sehr beruhigt. Und ich war zudem begeistert, in diesem Buch offenbar Wesensverwandte zu finden, die doch tatsächlich berühmte Schriftsteller geworden sind. Wenn das keinen Mut macht! 🙂

Den ersten Spruch von Rainald Goetz könnte ich mir übrigens gleich auf die Stirn tackern:

„Don´t cry, work!“ – „Heul nicht, arbeite!“

In diesem Sinne, bis die Tage… 🙂

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„Zehn Gebote des Schreibens“ hat übrigens das kleine Format eines Taschenkalenders, so dass man es leicht mit sich tragen kann. Hinten sind freie Seiten, um die eigenen zehn Regeln aufzuschreiben. Sich derart mit Schriftstellern in einem Buch verewigen zu können ist eine nette Idee, die das Buch zu einem schönen Geschenk für angehende Schriftsteller machen dürfte.

Mitwirkende Autoren:

Margaret Atwood, Alessandro Baricco, Rafael Chirbes, Andrea De Carlo, Roddy Doyle, Ulrike Draesner, Anne Enright, Aris Fioretos, Jonathan Franzen, Thomas Glavinic, Ulla Hahn, Hallgrímur Helgason, Nancy Huston, A. L. Kennedy, Etgar Keret, Michael Krüger, François Lelord, Dagmar Leupold, Yiyun Li, Hilary Mantel, Harald Martenstein, Eva Menasse, Antonio Muñoz Molina, Sten Nadolny, Håkan Nesser, Ingrid Noll, Cees Nooteboom, Sofi Oksanen, Véronique Ovaldé, Ian Rankin, Andrea Maria Schenkel, Kathrin Schmidt, Zeruya Shalev, Zadie Smith, Peter Stamm, Saša Stanišic, Maarten ‚t Hart, Colm Tóibín, Jáchym Topol, Ilija Trojanow, Banana Yoshimoto, Juli Zeh

 

Zehn Gebote des Schreibens

Gebundene Ausgabe, Deutsche Verlags-Anstalt

176 Seiten, 15,2 x 9,2 x 1,8 cm, erschienen im Oktober 2011

EUR 14,99

ISBN 978-3421045065

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Hier geht es zur Verlagsseite:

http://www.randomhouse.de/Buch/Zehn-Gebote-des-Schreibens/e362108.rhd

DRAGON – Zum Diktat, bitte!

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Ich habe jetzt einen Assistenten, der das tippt, was ich ihm sage.

Schick, nicht?

Aber die Lösung ist ganz einfach. Ich habe schon seit längerer Zeit körperliche Wehwehchen wenn ich den ganzen Tag am Schreibtisch sitze und tippe. Da kam ich auf die Idee, es mit einem Spracherkennungssystem zu versuchen. Ein Programm, das durch meine Stimme gesteuert wird und  meine Worte in druckreife Schrift umsetzt. So ein Programm ist Dragon NaturallySpeaking 11.5. Ich sitze hier gemütlich an meinem Schreibtisch und diktiere in ein kabelloses Mikrofon, und der Computer vor mir schreibt eifrig mit.

Natürlich gab es anfangs Schwierigkeiten. Das Programm musste sich erst auf meine Stimme und auf meine Sprechweise einstellen, um alle Wörter akkurat zu verstehen. Aber von Mal zu Mal, von Text zu Text, von Sprachtraining zu Sprachtraining wird es besser. Neue Wörter, ungewohnte Eigennamen oder unbekannte Marken kann ich dem System beibringen, in dem ich die Wörter selbst eintippe und vorspreche. Das Programm lernt schnell, und das macht Freude.

Ich muss sagen, ich war schon begeistert von der Auswahl der Trainingstexte. Das waren keine drögen Texthappen, sondern leckere Appetithäppchen. Zu Anfang musste ich etwa fünf Minuten lang einen interessanten Text zu Problemen der Spracherkennung lesen, und der Text war wirklich gut geschrieben und interessant. Ich hatte mir bisher keine großen Gedanken gemacht, was wir Menschen eigentlich alle für kleine Genies sind, in den unterschiedlichsten Umgebungen und Milieus Sprache filtern und verstehen zu können. Danke schon einmal für diese Erkenntnis.

Dann habe ich mir noch die  Geschichte „Der Hase und der Igel“ ausgesucht und einen witzigen Text eines amerikanischen Autors. Ich diktiere gerade eben jetzt mein Blog mit eben diesem Programm, und es macht wirklich diebische Freude, seine eigene Sprache in Sekundenschnelle auf dem Bildschirm“ gedruckt „zu sehen. Ich weiß noch nicht, was das genau mit mir macht. Es fehlt ja das sinnliche Erlebnis der Berührung der Finger mit den Tasten. Dafür höre ich jetzt meine eigene Stimme. Ich bin sehr gespannt, wie sich das langfristig auf das Schreiben von literarischen Texten auswirkt. Natürlich erhoffe ich mir ungeahnte belletristische Höhenflüge! Frei vom Tippen und von der lästigen Anspannung im Nacken könnte ich ja geradezu geniale Gedankenstränge entwickeln. Aber ich muss gestehen, es ist noch nicht so weit. Und vielleicht wird es auch nie so weit sein. Nicht nur nicht, weil ich vorher noch alle Befehle lernen muss, wie ich mit meiner Sprache das Programm steuern kann… 🙂

Ich könnte auch den Rechner mit den Sprachbefehlen steuern. Also Dokumente öffnen, schließen, Programme aufrufen etc.. Aber dabei gab es einige Verwirrungen – ich beherrsche die Befehle noch nicht – und ich bin immer noch schneller mit dem Klick per Hand als mit den Befehlen per Stimme. Auch wäre es möglich, über eine App mobil in ein Iphone, Ipad oder in einen Ipod zu diktieren und das Diktat dann hinterher vom System „abschreiben“ zu lassen. Das habe ich aber noch nicht testen können. (Just jetzt ging mein Ipod kaputt.)

Es gibt das Spracherkennungsprogramm für Windows 7 / Vista/ XP und für Mac OS X. Das Programm für Windows scheint mir ausgereifter und die Bedienung relativ einfach. Man merkt, dass für Windows schon lange entwickelt wurde. Beim Mac ist zwar das Design von Dragon perfekt angepasst , aber es bedarf einiger Einstellungen in den Systemen vorab. Unbedingt ratsam ist es daher, die Benutzerhandbücher vor Gebrauch sorgfältig zu lesen. Leider sind nicht alle Information in einer Druckversion auf der CD zu finden, sondern viele Informationen sind nur über die Hilfe-Funktion im Programm selbst einzusehen. Das finde ich ungünstig gelöst. Ansonsten bin ich mit dem Programm sehr zufrieden, auch wenn ich mich nicht blind darauf verlassen möchte. Eine abschließende Korrektur ist unerlässlich. Daher ist das Programm meines Erachtens auch nicht für Sehbehinderte geeignet (obwohl man sich die Texte auch vom Programm vorlesen lassen kann, aber dazu muss der Text markiert sein; abgesehen davon ist es auch nicht als eine derartige Hilfe gedacht), zum anderen reicht mir deswegen eigentlich eine preiswertere Dragon Version, die das Mikrofon per USB-Kabel anschließt. Ich hatte davon geträumt, mit einem Wireless-Kopfhörer, der immerhin 10 Meter Abstand zum Gerät erlaubt, frei umherlaufen zu können. Aber bisher sitze ich immer noch brav vor dem Bildschirm und passe auf.

Aber wer weiß? Vielleicht sind das Programm und ich in naher Zukunft so gut auf einander eingestellt, dass ich bald Bücher und Texte schreibe, während ich auf der Yogamattesitze und entspanne. Oder ich koche oder bügele oder fahre gerade lustig Fahrrad und mein Diktiergerät baumelt vor meiner Brust. Aber um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass ich diesen Zustand je erreichen werde. Es braucht doch eine recht klare Aussprache und wenig Nebengeräusche, damit das System meine Sprache erkennen kann.

Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, dass mein Blog-Text schon sehr viel länger ist als sonst, und das liegt sicherlich daran, dass mein Assistent für mich tippt. (Ob ich jetzt ins Labern komme?  🙂 )

Fazit: Eine schöne Sache für all die, die ihre müden Schultern, Nacken und Arme bei der Büroarbeit etwas entlasten wollen. Und wer nicht so schnell tippen kann, für den ist es sowieso sehr praktisch.

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Hier geht es zu der Homepage von NUANCE, wo verschiedene Versionen angeboten werden (ich habe Dragon NaturallySpeaking Premium 11.5 wireless (Windows) und Dragon Dictate  für Mac OS X getestet)

http://www.nuance.de/for-individuals/by-product/dragon-for-pc/index.htm

Unterstützen wir Debütautoren

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Die Internetplattform Lovelybooks hat jetzt eine schöne neue Idee entwickelt: Debütautoren werden mit ihren Romanen Monat für Monat ausführlich vorgestellt, Diskussionsrunden entstehen und der beste Debütroman 2012  wird gewählt. Mitmachen kann jede/r und es winkt sogar am Ende ein Literaturgewinn.

Bei tausenden von Neuerscheinungen jedes Jahr ist das eine tolle Chance für neue Autoren und Autorinnen, Publikum zu finden. Und wir Leser/innen entdecken so manches fesselnde Buch, das uns anders vielleicht entgangen wäre.

http://www.lovelybooks.de/debutautoren/

Spannende Themen und interessante Autoren und Autorinnen. Stöbern lohnt sich allemal.